Nicht alles, was chaotisch ist, ist falsch.

21. Mai 2026

Nicht noch ein Blog. Oder vielleicht gerade doch.

Ich dachte lange, Menschen mit Klarheit fühlen sich nicht so verwirrt wie ich in letzter Zeit. Es stellt sich heraus: Tun sie doch. 😊

Denn echte Veränderung sieht selten elegant aus. Sie ist roh. Ungeordnet. Widersprüchlich und manchmal echt mühsam. Weil: zu viele Ideen, Themen und offene Tabs im Kopf. 

So ungefähr geht es mir gerade. 


Ich tanze gefühlt auf (zu) vielen Hochzeiten: Coaching, Projekte, Schule. Lernen. Privatleben. Neue Ideen. Und manchmal das Gefühl, dass mir das Commitment fehlt, eine Sache kompromisslos durchzuziehen. 

Etwas, das ich so eigentlich gar nicht kenne von mir. 


Denn, was ich an mir immer geschätzt habe, ist meine hohe Wirksamkeit. Klarheit. Drive. Die Fähigkeit, Dinge in Bewegung zu bringen. Die fühlte sich in den letzten Monaten manchmal weiter weg an. 


Bis ich einen Schritt zurücktrete und merke: Ganz so verloren scheint der Weg doch nicht zu sein:

  • Es ist erst ein Jahr her, seit ich den Verkauf meiner GmbH abgeschlossen habe. 
  • Oder das Schloss Aarwangen eröffnet wurde – ich durfte das Umbauprojekt während viereinhalb Jahren als Geschäftsführerin von der Vision bis zur Umsetzung und Eröffnung begleiten. 
  • Vor vier Monaten habe ich die Ausbildung zur Kinesiologin KT begonnen. Und ja, ganz ehrlich, ich frage mich zwischendurch, ob ich diese Ausbildung noch brauche. Vor allem dann, wenn ich lerne und merke, dass Lernen mit 47 anders funktioniert als mit 25. Aber dann gehe ich zurück in meinen Körper und dort fühlt es sich richtig an. 
  • Und parallel dazu begleite ich Menschen durch berufliche und persönliche Übergänge.


Und genau darum schreibe ich das alles heute – übrigens mein erster Blog dieser Art. 

Weil Schreiben mir immer geholfen hat, Gedanken zu sortieren. 

Und weil ich glaube, dass wir oft denken, Klarheit bedeutet: Immer sicher sein. Fokussiert. Wissen, wohin die Reise geht. 

Ich glaube inzwischen etwas anderes. Ich glaube, Klarheit bedeutet, die Verbindung mit sich selbst nicht zu verlieren. Auch dann nicht, wenn es laut wird. Oder chaotisch. Oder widersprüchlich. 

Echte Verbindung mit dir selbst.
Dafür gehe ich heute los.

Denn ich habe in den letzten Jahren tief in mich hineingespürt, mich meinem eigenen Prozess hingegeben und festgestellt, dass es für mich kaum etwas Schöneres gibt, als wenn ein Mensch wirklich mit sich selbst verbunden ist. Echt. Spürend. Lebendig. Etwas, das wir in dieser schnellen Welt mehr und mehr verlieren.
 

Und genau daraus ist mein heutiges Wirken entstanden. 

Als Life Coach. Kommunikationsstrategin. Und Kinesiologin in Ausbildung. 


Ich begleite Übergänge. Dort, wo etwas Altes nicht mehr trägt und eine neu Ausrichtung entstehen will. Dafür gibt es meine Räume


Und noch etwas, habe ich in den letzten Monaten neu verstanden: Wie kraftvoll ehrliche Verbindung unter Menschen sein kann. Menschen, die sich gegenseitig sehen. Sich unterstützen. Sich freuen, wenn der/die andere wächst. Und auch an schwierigen Tagen nicht verschwinden.


Besonders stark erleben durfte ich das in den regelmässigen Co-Working-Tagen mit wundervollen Frauen in meinem Umfeld.

Und Ende März auf Kreta, gemeinsam mit Samira von Soul Creations. Diese Woche war so kraftvoll, dass daraus spontan etwas Neues entstanden ist: Unsere gemeinsame Workation auf Kreta.


Für Unternehmer:innen, Selbstständige & Menschen mit einem Herzensprojekt, die spüren, dass der nächste Schritt ansteht. Eine Woche, um Abstand zu gewinnen, klarer zu sehen, fokussierter zu arbeiten und wieder näher an das zu kommen, was wirklich wichtig ist. Kein klassisches Retreat. Sondern eine bewusste Kombination aus Fokus, Austausch, Flow und Zeit für dich. PS: Bis Ende Mai gilt die Early-Bird-Aktion mit CHF 300 Rabatt. 


Und noch etwas: Im Rahmen meiner Ausbildung suche ich aktuell Übungsklient:innen für meine Kinesiologiearbeit. Die Sessions dauern 60–90 Minuten und kosten aktuell CHF 50. 

Falls du dich angesprochen fühlst, freue ich mich über deine Nachricht. 


Und falls du aus diesem langen Text nur eines mitnimmst, dann vielleicht das:
Dein Nordstern verschwindet nicht, nur weil es gerade chaotisch ist oder Nebel da ist. 


Herzlich, Angi